
Der Koriander, wissenschaftlich bekannt als Coriandrum sativum, ist eine aromatische Pflanze aus der Familie der Apiaceae, derselben Familie wie Petersilie, Dill und Fenchel. Er ist eines der ältesten bekannten Gewürze der Menschheit und wird weltweit sowohl für kulinarische als auch medizinische Zwecke verwendet. Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und dem Nahen Osten stammend, hat er sich im Laufe der Jahrtausende in verschiedenen Kulturen verbreitet und ist zu einer grundlegenden Zutat in zahlreichen kulinarischen Traditionen geworden, insbesondere in asiatischen, lateinamerikanischen, mediterranen und afrikanischen Küchen.
Geschichte des Korianders
Der Koriander hat eine sehr alte Geschichte, die Tausende von Jahren zurückreicht, da er eines der ersten von Menschen verwendeten Gewürze ist. Seine Spuren wurden in verschiedenen alten Zivilisationen gefunden, was seine Bedeutung im Laufe der Jahrhunderte belegt.
- Altes Ägypten: Die ersten Belege für die Verwendung von Koriander stammen von vor etwa 5.000 Jahren und wurden in den Gräbern der ägyptischen Pharaonen gefunden. Die Ägypter betrachteten ihn als heilige Pflanze, und seine Samen wurden als Opfergabe für die Verstorbenen in die Gräber gelegt, da man glaubte, sie hätten reinigende Eigenschaften und würden der Seele auf ihrer Reise ins Jenseits helfen.
- Indische Zivilisation: In der indischen Ayurveda-Medizin wurde Koriander seit jeher als natürliches Heilmittel gegen verschiedene Beschwerden, insbesondere Verdauungsprobleme, verwendet.
- Chinesische Zivilisation: Auch die traditionelle chinesische Medizin erkannte die wohltuenden Eigenschaften des Korianders an und nutzte ihn zur Anregung des Appetits und zur Behandlung von Verdauungsstörungen. In China wird Koriander seit der Antike angebaut und ist weiterhin eine wichtige Zutat in der Küche und der chinesischen Phytotherapie.
- Ankunft in der Neuen Welt: Mit der Entdeckung Amerikas und der europäischen Kolonialexpansion gelangte Koriander in die Neue Welt. Die Spanier und Portugiesen brachten Koriander in ihre Kolonien in Südamerika und in die Karibik, wo er schnell in die lokale Küche integriert wurde.

Was ist der Unterschied zwischen Koriander und Petersilie
Koriander und Petersilie sind zwei Kräuter, die aufgrund ihrer optischen Ähnlichkeit oft verwechselt werden. Sie unterscheiden sich jedoch stark in Aussehen, Geschmack, Verwendung in der Küche sowie in ihren nährstoff- und gesundheitsfördernden Eigenschaften.
Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Form der Blätter. Die Blätter des Korianders (Coriandrum sativum) haben abgerundete und unregelmäßige Ränder, ähnlich einem Fächer, während die Blätter der Petersilie (Petroselinum crispum) dünner sind, gezackte Ränder haben und spitzer geformt sind.
Koriander hat einen charakteristischen und intensiven Geschmack mit zitrusartigen und leicht scharfen Noten. Manche Menschen nehmen einen Geschmack wahr, der an Zitrone erinnert, während andere ihn aufgrund einer genetischen Veranlagung, die die Wahrnehmung seines Aromas beeinflusst, als seifig oder metallisch empfinden. Dieser besondere Geschmack macht Koriander zu einem Kraut, das man entweder liebt oder hasst. Im Gegensatz dazu ist der Geschmack der Petersilie viel milder, frisch und leicht kräuterig.
Wie man Koriander in der Küche verwendet
Koriander ist eine äußerst vielseitige Zutat, die in vielen verschiedenen Formen verwendet wird: frisch, getrocknet, als Samen oder gemahlen. Die frischen Blätter werden hauptsächlich als aromatisches Kraut verwendet und verleihen den Gerichten eine Note von Frische und ein zitrusartiges Aroma. Sie sind auch eine grundlegende Zutat zur Zubereitung von Guacamole, der mexikanischen grünen Sauce und dem argentinischen Chimichurri.
Die Koriandersamen haben einen anderen Geschmack als die Blätter, mit wärmeren, süßeren und würzigeren Noten, die an Zitrone und Pfeffer erinnern. Sie werden sowohl ganz als auch gemahlen in verschiedenen kulinarischen Zubereitungen verwendet: Sie sind ein Schlüsselbestandteil vieler Gewürzmischungen, wie dem indischen Garam Masala, Currypulver und dem marokkanischen Ras el Hanout. Sie verleihen Fleisch-, Gemüse- und Hülsenfruchtgerichten einen komplexen und tiefen Geschmack.
Gemahlen können die Koriandersamen verwendet werden, um Marinaden für Huhn, Fisch oder rotes Fleisch zu würzen und ihnen eine würzige und leicht zitrusartige Note zu verleihen. Sie passen auch gut zu anderen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Chili und schwarzem Pfeffer.
- Indische Küche: Koriander ist eine der Hauptzutaten im "Curry", in "Dal" (Gerichte auf Linsenbasis), Chutneys und Joghurtsaucen.
- Mexikanische Küche: Das Kraut ist unverzichtbar in Guacamole, Salsas (Saucen aus Tomaten, Chili und Zwiebeln), Tacos und Burritos. Frischer Koriander darf in der mexikanischen Küche nicht fehlen.
- Nahöstliche Küche: In Gerichten wie Tabbouleh, Hummus und Falafel verleiht Koriander eine frische Note, die die intensiveren Gewürze wie Kreuzkümmel und Paprika ausgleicht.
- Thailändische und vietnamesische Küche: Koriander wird verwendet, um Suppen (wie Pho), Currys, Nudelgerichte und Salate mit grüner Papaya zu würzen.
